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Trauerstörung

Wenn die Trauer krank macht.

Hier erfahren Sie alles über die Themen Trauer und Trauerstörung.

Wissenswertes und Informationen.

Definition

Definition

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Was bedeutet Trauer?

Eine normale psychische Reaktion auf den Verlust eines nahestehenden Menschen bezeichnet man als Trauer. Sie wird häufig als sehr schmerzhaft und belastend erlebt. In der Anfangsphase haben betroffene Personen oftmals starke Gefühle wie Traurigkeit, Ohnmacht, Sehnsucht oder Einsamkeit. Für die allermeisten Menschen wird die Trauer mit der Zeit geringer, ohne dass sie sich professionelle Hilfe zur Seite holen. 
Eine normale Trauerreaktion lässt in den meisten Fällen mit der Zeit nach. Starke Gefühle von Betroffenen nehmen mit der Zeit ab und die Akzeptanz für die Situation steigt.

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Was ist eine anhaltende Trauerstörung?

Bei einer kleinen Minderheit ist dies Reaktion der Trauer anhaltend und wird durch schwerwiegende Trauersymptome begleitet, die das Bild einer anhaltenden Trauerstörung erfüllen. Oftmals leiden sie Jahre später noch sehr unter den schmerzhaften Emotionen sowie einer starken Sehnsucht und haben Schwierigkeiten den Verlust hinzunehmen und zu akzeptieren. Ihr Leben wird dadurch deutlich eingeschränkt und der Alltag über längere Zeit stark beeinträchtigt. Betroffene sind häufig in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt und ziehen sich zurück.
Ein starkes Verlangen nach der verstorbenen Person sowie eine starke Beschäftigung und Auseinandersetzung mit der verstorbenen Person oder der Todesumstände sind nicht selten. Betroffenen fällt es oftmals sehr schwer den Verlust zu akzeptieren, da sie das Gefühl haben, ein Teil ihrer selbst sei nicht mehr da. Verbitterung und Schwierigkeiten bei der Akzeptanz der Situation sind häufig die Folge.

Ursachen & Entstehung

Ursachen & Entstehung

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Wie entsteht eine anhaltende Trauerstörung?

Die Trauer um einen geliebten Menschen oder einer wichtigen Bezugsperson ist eine normale menschliche Reaktion. In Ausnahmefällen kann sie sich zu einer anhaltenden Trauerstörung entwickeln.Manchmal kommt es dazu, dass der Verlust jahrelanges Leiden verursacht und betroffene Personen nur sehr schwer ins Leben zurückfinden. Hinterbliebene leiden häufig unter Schuldgefühlen oder Selbstvorwürfen, wenn Konflikte mit der verstorbenen Person ungeklärt bleiben, es zu gewaltsamen Todesumständen kam oder ein Suizid begangen wurde. Die Akzeptanz für den Verlust fällt aufgrund der hier intensiv vorliegenden Gefühle sehr schwer.Sonstige erschwerende Faktoren können der Verlust vom Partner*in oder des eigenen Kindes sein, plötzliche Verluste (z.B. Unfälle) oder eine Überforderung durch den Tod eines kranken Menschen nach langjähriger Pflege.Es kommt häufig vor, dass der Verlust gemeinsam mit alltäglichen Belastungsfaktoren eines Menschen zusammenkommen und die Fähigkeit zur Bewältigung der Betroffenen übersteigen. Häufig auftretende Symptome:- Schuldgefühle- Weigerung zur Akzeptanz des Verlustes- stetige Beschäftigung mit dem/der Verstorbenen- langanhaltende Einschränkungen in persönlichen / beruflichen Lebensbereichen

Diagnostik

Diagnose

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Feststellung einer anhaltende Trauerstörung

Für eine Diagnose müssen mehrere Kriterien erfüllt sein:
- der Tod der Person liegt mehr als 6 Monate in der Vergangenheit
- anhaltende Beschäftigung und ein starkes Verlangen zur verstorbenen Person
- starke Gefühle: Trauer, Schuldgefühle, Wut
Betroffenen Personen fällt es schwer zu akzeptieren, dass sie einen Menschen verloren haben. Sie haben häufig Probleme mit anderen in ihrem sozialem Umfeld zu interagieren oder Aktivitäten auszuüben. Dies führt zu einer Einschränkung in unterschiedlichen persönlichen und beruflichen Lebensbereichen.
Bei der Diagnostik helfen standardisierte Interviews und Fragebögen, eine anhaltende Trauerstörung von einer akuten Trauerreaktion zu unterscheiden. 

Behandlung

Behandlung

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Psychotherapie von Trauerstörungen

Bei einer langanhaltenden Trauerstörung sollten sich betroffene Personen Hilfe in Form einer Psychotherapie holen, damit einer Chronifizierung entgegengewirkt werden kann.
In einer Einzeltherapie können Betroffene über Ihren Verlust offen sprechen. Zusammen mit dem/der Behandler*in werden Bewältigungsstrategien erlernt, sodass betroffene Personen ihren Alltag wieder besser und glücklicher erleben.
Sollte die Trauerstörung bereits mit sehr ausgeprägten Symptomen einhergehen, die einer Depression nahekommen, kann eine unterstützende medikamentöse Behandlung hilfreich sein.

Image by Milad Fakurian

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