top of page

Was brauche ich als Patient:in für eine erfolgreiche Psychotherapie? – Gib deiner Therapie das besondere Etwas.

Psychotherapie ist häufig wie ein gutes Rezept. Ohne die richtigen Gewürze, fehlt dem Gericht das gewisse Extra. Die ist frustrierend und man denkt sich manchmal: „Was für eine Zeitverschwendung!“.

In einer Psychotherapie ist es ähnlich. Sie benötigen das gewisse Extra, die besondere Würze, um am Ende einer psychotherapeutischen zufrieden zurückblicken zu können.

Hier stellt sich sicherlich die Frage: „Was benötigt man für eine erfolgreiche Psychotherapie?“ oder „Ist denn nicht der/die Psychotherapeut:in dafür verantwortlich alles dafür zu tun, damit es mir besser geht?“

 

Das A und O in einer Psychotherapie ist vor allem die aktive Mitgestaltung durch den/die Patient:in. Sie können selber für mehr Erfolgt in der Psychotherapie sorgen und diese positiv beeinflussen.


Erfolgreiche Psychotherapie aus der Praxis


Der Grundstein einer erfolgreichen Psychotherapie ist die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Patient:in und Therapeut:in – diese bildet den wichtigsten Faktor.

In der Praxis sieht das Ganze häufig anders aus.

Viele Patient:innen haben bisher keine oder nur wenig Therapie-Erfahrungen gesammelt und können sich daher oftmals nicht vorstellen, wie der Ablauf und Inhalt einer Therapie aussieht. Sie bringen viele Erwartungen sowie Hoffnungen mit und erwarten so einiges von dem „Profi“ – dem/der Psychotherapeut:in. Dieses „passive“ Verhalten im Therapieprozess ist vergleichbar mit der „Fahne im Wind“.

Die Aufklärung über Ablauf und Inhalt einer Psychotherapie wird nicht von allen Therapeut:innen gleichermaßen gehandhabt, sodass Patient:innen nicht immer wissen, woran sie sind und was auf sie zukommt. Fragen wie „Was wird von mir erwartet?“ oder „Wie funktioniert eine Therapie überhaupt?“ blieben häufig ungeklärt. Patient:innen fühlen sich oftmals nicht richtig informiert und aufgeklärt, wodurch ein Unverständnis entsteht und die Unzufriedenheit steigt. Ein spürbarer Erfolg bleibt aus.

Sollte Ihnen das bekannt vorkommen? Dann lesen Sie gerne weiter.


Geben Sie Ihrer Therapie das gewisse Extra!


Was feststeht ist: Der Erfolg einer Psychotherapie geht nur Hand-in-Hand.

Wenn Sie weiterlesen, erfahren Sie mehr über die wichtigsten Eigenschaften, die zum Erfolg führen.


Bereitschaft


Die Bereitschaft für eine Psychotherapie ist die wichtigste Grundlage.

Betroffene sollten sich freiwillig für eine Therapie und die Suche nach ihr entscheiden. Sie sollten sich bereit dafür fühlen, ihre Gefühle, Gedanken und Emotionen gegenüber einer fremden Person zu schildern, sich ihr gegenüber zu öffnen und sich auf die Behandlung durch den/die Psychotherapeut:in einzulassen. Offenheit und Ehrlichkeit. Der/Die Therapeut:in soll eine Chance bekommen, Sie zu verstehen, zu erreichen und Ihnen weiterzuhelfen. Der Aufbau einer vertrauensvollen Bindung ist für die meisten Betroffenen die zu Anfang größte Hürde.


Offenheit


Eine erfolgreiche Psychotherapie lebt von deiner Offenheit.

Innerhalb der Therapie ist es wichtig, dass Sie sich gegenüber Ihrem/Ihrer Therapeut:in öffnen können, über Gedanken, Probleme, Erfahrungen und Gefühle sprechen und diese nicht verheimlichen/zurückhalten. Sollten Sie Fragen haben, fragen Sie. Geben Sie Feedback, wenn Sie etwas stört oder äußern Sie Wünsche, Bedenken oder Kritik.

Offenheit ist nicht selbstverständlich, sondern ein Zeichen des Vertrauens zwischen Ihnen und Ihrem Gegenüber.


Vertrauen


Das Vertrauen zwischen Ihnen und Ihrem/Ihrer Psychotherapeut:in ist eine der wichtigsten Zutaten einer erfolgreichen Psychotherapie.

Stellen Sie sich vor, Sie wären während Ihrer Therapie misstrauisch oder skeptisch und fühlen sich dauerhaft angespannt. Für Ihre Psyche wäre dies anstrengend und der/die Therapeut:in hätte Schwierigkeiten einen Zugang zu Ihnen zu bekommen.

Zu Beginn einer jeden Therapie ist der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung das wichtigste Ziel, auf dem die Therapie aufbauen kann. Es liegt jedoch an Ihnen: Sie müssen es wollen und Ihrem Vertrauen eine Chance geben. Ohne Vertrauen, kann der/die Therapeut:in sich so viel Mühe geben wie er/sie will, es wird ewig dauern oder erfolglos bleiben.


Motivation


Eine Geling-Garantie gibt es nicht, jedoch funktioniert eine Therapie am besten, wenn Sie wirklich motiviert sind. Sie sollten sich dazu bereit fühlen Ihre eigene Komfortzone zu verlassen, an Ihren Themen zu arbeiten und sich mit Ihren Gedanken und Gefühlen auseinander zu setzen.


Eigenständigkeit


Es bekannter Spruch beschreibt es ganz gut: „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.“

So wird jedoch keine erfolgreiche Psychotherapie funktionieren. Psychotherapie ist kein Heilmittel und der/die Therapeut:in, kein/e Wunderheiler:in. Sie bekommen keine Wunderpille, mit der alle Beschwerden in 30 Minuten der Vergangenheit angehören. Psychotherapie ist ein gemeinsamer Weg, den Sie gehen. Ihr/e Therapeut:in ist dabei Ihr/e Wegbegleiter:in, Unterstützer:in, Motivator:in, Aufklärer:in, Fürsorger:in oder Mentor:in.

Ihnen werden mögliche Wege aufgezeigt. Gehen müssen Sie diese selber.

Konkret bedeutet es: Eigenverantwortung wird hier groß geschrieben.

Der Prozess außerhalb der Therapie ist der Wichtigste. Erfolgreiche Versuche, Therapie-Erkenntnisse im Alltag eigenverantwortlich umzusetzen, werden Sie in der Therapie weiterbringen.


Reflexion


Patient:innen werden im Laufe der Therapie immer wieder an den Punkt gelangen, über sich, ihre Mitmenschen, die Therapie sowie Erfahrungen und Einstellungen bezogen auf das leben nachzudenken und sich zu reflektieren.

Gedanken, von denen Sie über Jahre hinweg felsenfest überzeugt waren entsprechen nicht immer der Realität, weshalb das Reflektieren dieser ein wichtiger Bestandteil der Therapie ist. Dies gilt auch für Gefühle, Verhaltensweisen und Erfahrungen.

Selbstreflexion ist nicht selbstverständlich und liegt nicht jedem. Sollten Sie sich dagegen wären, machen Sie es Ihrem/Ihrer Therapeut:in schwer und er/sie wird sich die Zähne an Ihnen ausbeißen. Der Fortschritt der Therapie kann dadurch ins Stocken geraten.


Beständigkeit


Das Zauberwort Beständigkeit bedeutet: Dran bleiben!

Oftmals ist es nicht damit getan nur ein paar Wochen an Problemen zu arbeiten, da wir Menschen oftmals wieder in unsere alten Muster zurückfallen. Je größer Probleme und Sorgen sind, desto wichtiger ist es, dranzubleiben und nicht aufzugeben. Beständigkeit bleibt und sorgt für Unabhängigkeit, egal ob der/die Psychotherapeut:in 3 Wochen im Urlaub ist, sich für eine längere Zeit krankmeldet oder die Therapie zu Ende geht.

3 Ansichten

Comments


bottom of page