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Schlafstörung (Insomnie)

"Alle schlafen aber ich liege wach." Warum Sie nicht zur Ruhe finden und möglicherweise an einer Schlafstörung leiden, erfahren Sie in unserem Blog. Wir erzählen Ihnen hier, wie es zu einer Schlafstörung kommt und wie diese behandelt werden kann.


Was ist eine Schlafstörung?

Die meisten Menschen haben irgendwann in ihrem Leben schon einmal eine schlaflose Nacht erlebt, mit Einschlafproblemen, häufigen nächtlichen Wachphasen und verfrühtes Aufwachen am nächsten Morgen. Sogenannte Schlafprobleme bezeichnet man auch als Insomnie (Schlafstörung). Sie ist eine langanhaltende oder mit unterschiedlichen Abständen wiederkehrende Störung des Schlafs und zeichnet sich durch Ein- und Durchschlafprobleme aus. Betroffene fühlen sich am Tag häufig körperlich und psychisch belastet.

Folgende Merkmale sind für eine Insomnie charakteristisch:


•    Schwierigkeiten bei Einschlafen, Durchschlafen oder frühes Aufwachen am nächsten Morgen

•    Beschwerden halten über mehrere Wochen an (mind. dreimal pro Woche)

•    Betroffene fühlen sich am Tag eingeschränkt und belastet.


Was sind mögliche Ursachen für eine Schlafstörung?

Zu den möglichen Auslösern einer Insomnie zählen folgende: 


•    Körperliche oder seelische Erkrankung (Schmerzen, Schlaganfall, Depression oder Demenz)

•    Stress auf der Arbeit 

•    Trennung, Tod eines nahestehenden Menschen

•    Koffein, Alkohol oder Drogen

•    Medikamente (Antibiotika, Blutdruck- oder Asthmamittel)

•    Schichtarbeit

•    Perfektionismus

•    erbliche Veranlagung


Schlafstörungen können außerdem durch Schlafgewohnheiten, wie z.B. einen Mittagsschlaf, dazu führen, dass eine Schlafstörung chronisch wird. Auch nächtliches Grübeln kann die Symptomatik verstärken und zu einer Chronifizierung führen.



Schlafend im Bett

Nachttisch mit leuchtender Lampe

Wie ist der Verlauf einer Schlafstörung?

Bei vielen Menschen verbessert sich der Schlaf meist von selbst, wenn der Auslöser für die Schlafprobleme wegfällt. Auch wenn sich Betroffene an bestimmte Auslöser gewöhnt haben, nehmen die Schlafprobleme häufig ab und der Schlaf verbessert sich von selbst. Sollte dies nicht der Fall sein und die Schlafstörung hält dauerhaft an, spricht man von einer chronischen Insomnie, die meist durch unterschiedliche zusammentreffende Umstände ausgelöst und über einen längeren Zeitraum erhalten bleibt. Betroffene entwickeln in solchen Fällen häufig Verhaltensweisen, die den Schlaf stören und bestehen bleiben, obwohl der Auslöser für die Schlafprobleme sich längst erledigt hat. Sie befinden sich häufig in einem Teufelskreis aus Grübeln und innerer Anspannung, die wiederrum die Besorgnis darüber, schlecht zu schlafen begünstigt und dieser dann die Besorgnis wieder verstärkt und bestätigt.


Welche Symptome treten bei einer Schlafstörung auf?

Es gibt unterschiedliche Formen von Schlafstörungen. Die meisten Menschen leiden an einer schlechten Schlafqualität sowie Ein- und Durchschlafproblemen, sodass der Schlaf-wach-Rhythmus gestört sein kann. Krankhaftes Schnarchen mit zeitweisen Atemaussetzern (Schlafapnoe) ist ein häufig auftretendes Symptom, bei dem sich die Schläfrigkeit tagsüber stark bemerkbar macht. Häufig leiden Betroffene auch unter Bewegungsstörungen, z.B. unruhige Beine (Restless Legs) oder Zähneknirschen in der Nacht (Bruxismus). Auch Albträume oder nächtliches Schlafwandeln ist ein Anzeichen für Schlafstörungen. Bei der Schlafkrankheit Narkolepsie kommt es tagsüber zu Einschlafattacken, die Betroffene den Alltag häufig erschweren.

Müdigkeit, Unwohlsein, Antriebsarmut sowie Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprobleme sind die Folge von Schlafproblemen und äußern sich tagsüber häufig in Hyperaktivität, Gereiztheit sowie Unzufriedenheit.


Wie lässt sich eine Schlafstörung feststellen und wie wird sie behandelt?

Betroffenen wird häufig das Führen eines Schlaftagebuchs über mehrere Nächte empfohlen, in dem sie ihr Schlafverhalten beobachten und ihr Befinden entsprechend notieren. Ein Schlaftagebuch stellt den ersten wichtigen Schritt in der Diagnose einer Insomnie dar und ist die Basis für die in der Therapie stattfindende psychotherapeutischen Gespräche, in denen mögliche Ursachen für die Schlafstörung diagnostiziert werden.


In der kognitiven Verhaltenstherapie liegt der Fokus vor allem in der Ursachenforschung der Schlafstörung, bei der psychische Faktoren häufig eine Rolle spielen. Eine Kombination aus Verhaltenstherapie und der Einnahme von Medikamenten wird häufig empfohlen, damit Einschlaf- und Durchschlafprobleme gelindert werden, jedoch verändert sich somit nicht die Ursache.

Bei der Behandlung einer Insomnie werden intensive psychotherapeutische Gespräche geführt und Entspannungstechniken erlernt. Betroffene erhalten Informationen und Techniken, wie sie besser schlafen können und Denkschleifen durchbrechen.

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